Studie: Meeresspiegel steigt langfristig um 25 Meter

27.06.2009 - Quelle/Text: Informationsdienst Wissenschaft online

Eisschichten schmelzen selbst dann langsam, wenn die Temperaturen schnell steigen. Daher ist bisher wenig darüber bekannt, wie stark der Meeresspiegel bei einer gegebenen globalen Erwärmung insgesamt steigen würde und über welchen Zeitraum sich das Gleichgewicht zwischen den beiden Werten einstellt. Aktuelle Vorhersagen zum Anstieg des Meeresspiegels beschränken sich meist auf das kommende Jahrhundert.

Eisberg
Forscher sagen einen langfristigen Anstieg des Meeresspiegels um 25 Meter bei konstantem Kohlendioxidgehalt der Luft voraus.

Ein Forscherteam der Universitäten Southampton, Tübingen und Bristol hat nun eine Studie vorgelegt, in der das Abschmelzen der Eisschichten im Rahmen des aktuellen Klimatrends langfristig über die kommenden Jahrtausende mit Beobachtungen aus der Erdgeschichte verglichen wurde.

Meeresspiegel könnte stärker ansteigen als bisherige Vorhersagen erahnen lassen

Den neuen Ergebnissen zufolge bestand in der Vergangenheit über die letzten fünf Eiszeitperioden ein enger Zusammenhang zwischen globalen Temperaturen, der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre und Meeresspiegeländerungen. Auf die Zukunft mit den aktuellen Klimatrends bezogen könnte dies bedeuten, dass der Meeresspiegel langfristig in den kommenden Jahrtausenden viel stärker ansteigt, als es bisherige Vorhersagen nahelegen.

Heutiges Kohlendioxidniveau wird zu Anstieg führen

Unter der Leitung der britischen University of Southampton und zusammen mit weiteren Kollegen aus Bristol haben die Tübinger Forscher die Meeresspiegeländerungen über die vergangenen 520.000 Jahre in ihrem Verlauf rekonstruiert.

Vergleiche dieser Rekonstruktionen mit globalen Klimadaten und Daten der Kohlendioxidkonzentrationen aus antarktischen Eiskernen legen nahe, dass selbst eine Stabilisierung des heutigen Kohlendioxidniveaus in den kommenden Jahrtausenden zu einem Meeresspiegelanstieg um bis zu 25 Meter (plus/minus fünf Meter) über dem heutigen Stand führen würde. Dieser Wert liegt weit über dem, der in Langzeitvorhersagen des vierten Reports des Weltklimarats der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) genannt wurde.

Auswirkungen der heutigen CO2-Konzentration in mehreren Tausend Jahren

Die Erde mit Wolken bedeckt aus dem All fotografiert
Die Erde mit Wolken bedeckt aus dem All fotografiert

"Wenn die von uns beobachteten Zusammenhänge stimmen und sie ein sinnvolles 'Modell' für eine Zukunft mit anhaltender globaler Erwärmung darstellen, dann ist statistisch abgesichert langfristig ein starker Anstieg des Meeresspiegels zu erwarten. Selbst wenn wir alle CO2-Emissionen heute einfrieren würden und den aktuellen Wert bei 387 ppmv (387 Teile Kohlendioxid pro eine Million Teile Luft) halten könnten, würde der Meeresspiegel weiter ansteigen bis auf einen Wert von 25 Metern über dem heutigen. Das heißt, er würde bis auf einen Wert ansteigen wie im Mittleren Pliozän", fasst der Hauptautor der Nature Geoscience-Studie Prof. Eelco Rohling von der University of Southampton die Ergebnisse zusammen.

Drastische Schübe  mit schnellen Meeresspiegeländerungen in Vergangenheit beobachtbar

Die Projektpartner Prof. Michal Kucera von der Universität Tübingen und Dr. Mark Siddall von der University of Bristol setzen hinzu: "Wir betonen aber, dass dieses Gleichgewicht sich erst über mehrere Tausend Jahre einstellen würde. Dennoch ist die große Differenz zwischen dem erwarteten hohen Meeresspiegelstand und dem heutigen Stand besorgniserregend. Die geologische Geschichte zeigt, dass es in Zeiten eines großen Ungleichgewichts häufig Schübe mit sehr schnellen Meeresspiegeländerungen gab. So haben sich zuweilen Raten von einem bis zwei Meter Anstieg pro Jahrhundert ergeben oder sogar mehr."

Um die großen Differenzen in den Vorhersagen erklären zu können und Wissenslücken auf diesem Gebiet zu schließen, seien weitere Untersuchungen notwendig, so die Forscher.

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norab, 27.06.2009 19:35:27
520.000 Jahre wollen die "Experten" erkundet haben? LOL - das ist wohl der Witz des Jahres. NIEMAND konnte bisher SERIÖS und stichhaltig eine überprüfbare und weltweit wissenschaftliche, belegbare MESSMETHODE von "Jahren" unseres blauen Planeten angeben, finden. Die Erde ist so jung wie es in der Bibel steht... und DAS lässt sich ALLES stichhaltig überprüfen. Traurig, dass solcher Schmonzes hier publiziert wird. Wer´s glaubt... die Evolutionisten und ihres Anhänger sind unsere "Pseudowissenschafter" und wer ihnen Glauben schenkt hat nichts, rein gar nichts selbst überprüft. Diesen eltuzten kann man jede billige Story "verkaufen". Massenschmafu für die Masse.

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