Nacktes Zeugnis der Klimaerwärmung auf dem Gletscher

20.08.2007 - Quelle/Text: Greenpeace Schweiz

Der US-Installationskünstler Spencer Tunick und Greenpeace organisierten eine „lebende Skulptur“: Hunderte nackte Menschen posierten auf dem Schweizer Aletschgletscher, um auf die Verletzlichkeit des schwindenden Gletschers hinzuweisen. Tunicks Gletscherbilder sollen dazu beitragen.

Der Klimawandel verlangt nach schnellen und mutigen politischen Entscheidungen

Aletschgletscher CH
Lebende Skulptur auf Aletschgletscher (Spencer Tunick)

Schrumpfende Gletscher sind ein deutliches Zeichen für den globalen Klimawandel. Wenn die Klimaerwärmung im heutigen Ausmass weiter voranschreitet, werden die meisten Gletscher im Jahr 2080 nur noch eine Geröllhalde zurücklassen.

Die Alpengletscher haben in den letzten 150 Jahren etwa ein Drittel ihrer Fläche und rund die Hälfte ihrer Masse verloren. Der Aletschgletscher hat sich allein in der Einjahres-Messperiode 2005/2006 um rund 115 Meter zurückgezogen.

Die Bilder, die Spencer Tunick zusammen mit Greenpeace umgesetzt hat, sollen Bevölkerung und Politiker aufrütteln. Denn der Klimawandel bedroht die Menschheit: Der menschliche Körper ist verletzlich, genauso wie der sterbende Gletscher, lautet die Botschaft.

Nicht nur das Weltkulturerbe Aletschgletscher ist in Gefahr

“Hunderte Menschen setzten sich nackt der Eiseskälte aus, damit die Verantwortlichen endlich aufwachen und sich für sofortige, konsequente und mutige Klimaschutzmassnahmen erwärmen lassen. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann ist es bald zu spät”, mahnt Obermayr.

“Gemäss den Berichten des UN-Weltklimarates IPCC bleiben nur noch acht Jahre, um die richtigen Schritte für die notwendigen drastischen Treibhausgas-Reduktionen einzuleiten. Obwohl sie eine klare Sprache sprechen, reichen die Fakten allein offenbar nicht aus, um die Entscheidungsträger zum Handeln zu bringen.”

Der für seine spektakulären Installationen bekannte Künstler Spencer Tunick will mit seinen Bildern erreichen, dass die globale Klimaerwärmung nicht eine abstrakte Bedrohung bleibt, sondern dass die Menschen den Klimawandel ernst nehmen und mit sich selbst in Verbindung bringen: “Meine Bilder sollen dem Betrachter unter die Haut gehen. Er soll sich in seiner Existenz als Individuum berührt fühlen.”

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