Positive Klima-Kampagnen erfolgreicher

02.07.2008 - Quelle/Text: pressetext.at

Kampagnen und Werbung für den Klimaschutz sind in der Regel zu negativ. Anstatt mit düsteren Botschaften auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, sollten sich öffentliche Kampagnen mehr auf positive, emotionale Impulse konzentrieren, um ein verändertes Bewusstsein in der Bevölkerung zu schaffen, so das Resümee einer britischen Untersuchung.

Das National Endowment for Science, Technology and the Arts (Nesta)  untersuchte 3.000 verschiedene Kampagnen aus unterschiedlichen Bereichen. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass zuversichtlichere Botschaften nützlicher wären, um die Menschen zu aktivem Handeln zu bewegen, berichtet der Guardian.

Fairness als wichtiger Faktor

Außerdem müssten die Werbekampagnen Fairness hervorstreichen - also zeigen, dass auch Regierung und Industrie am Zug sind und nicht nur der einzelne Bürger. Von Vorteil sind zudem Botschaften mit persönlichem Bezug, die etwa mit dem direkten Umfeld der Menschen in Zusammenhang stehen, so ein weiteres zentrales Ergebnis. Damit ein Aktiv-Werden erreicht wird, sollten auch gleichzeitig mögliche Optionen präsentiert werden. "Die Untersuchung zeigt, dass es nicht genug ist, Menschen einfach nur auf den Klimawandel aufmerksam zu machen", sagt Nesta-Chef Jonathan Kestenbaum.

Fesselnde Botschaften

Möwe in der Luft
Eine emotionale Ansprache für den Klimaschutz ist wichtig.

Um einen durchschlagenden Erfolg zu erzielen, sollten Werbungen Menschen ermutigen und mit fesselnden Botschaften versuchen, ihr Verhalten zu ändern, so Kestenbaum weiter. Zu oft wird der Klimawandel laut den Experten nur als problematisch und negativ dargestellt. Lösungsansätze und rationale Botschaften zur Verbesserungen würden häufig fehlen. Am besten wäre es, emotionale Schlagworte mit besorgniserregenden Zahlen und Fakten zu kombinieren, meint Darren Bhattachary, Direktor beim British Market Research Bureau (BMRB), das die Studie für Nesta durchgeführt hat.

TV-Werbekampagne von Honda als positives Beispiel

Als positives Beispiel nennt die Studie eine TV-Werbekampagne von Honda, die mit dem Jingle "Hate something, change something" aufmerksam machen will. Grundsätzlich sind Kampagnen der Autoindustrie in Zusammenhang mit dem Thema Klimaschutz mit Vorsicht zu genießen. Dennoch streicht Nesta zumindest die Effektivität der Botschaft, die in diesem Werbespot vermittelt wird, hervor.

Kommentieren Sie diesen Eintrag!
HTML und sonstiger Code wird automatisch gelöscht - desweiteren wird der Text nach 4000 Zeichen abgeschnitten. Einfache Zeilenumbrüche werden dargestellt!
Um Beiträge zu schreiben, bitte hier anmelden!

© Umweltschutz-NEWS.de - Eine Seite des UmweltschutzWeb.de-Netzwerks

startseite