ZDF-Reportage "Schlaflos unter Sendemasten - Angst vor Handys und Elektrosmog" am Sonntag, 13. April

06.04.2008 - Quelle/Text: News Aktuell GmbH

"In Oberammergau ist der Teufel los!" sagt der evangelische Pfarrer. Er und Viele andere Bürger verteufeln die Mobilfunk-Sendemasten , denn von ihnen soll das Böse ausgehen: Strahlen, die Kopfschmerzen, Herzrasen und Schlaflosigkeit auslösen.

Name der Sendung: ZDF.Reportage 

Sendetermin: Sonntag, 13. April 2008, 18.30 Uhr

Sender: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) 

Mobilfunksendemast
Mobilfunksendemast

Werner F. verbringt die Nächte nicht mehr in seinem Haus in Oberammergau, sondern im Wohnwagen im Wald. Seine Lebensgefährtin betritt den Ort nur noch im Strahlenschutzanzug - zum Beispiel, wenn sie zu ihrem Arzt muss, weil wegen der Strahlen ihre Calcium-Werte gesunken sind.

Der Oberammergauer Bürgermeister vertraut dem Umweltmediziner des Landes Salzburg, dem österreichischen Experten Dr. Oberfeld, der in Oberammergau schon gemessen hat und die Bedenken der Bewohner für plausibel hält.

Die Experten des bayerischen Landesamtes für Umwelt dagegen messen auch und sagen: Die Grenzwerte werden alle eingehalten, es hat sich nichts an der Quantität oder - wie behauptet - an der Qualität der Strahlen verändert. Dass seine Antennen sicher sind, davon ist auch der Sprecher von T-Mobile, dem Eigentümer der Sendemasten, überzeugt.

Die ZDF.reportage von Carsten Rüger zeigt die Angst vor Handys und Elektrosmog. Da ist zum Beispiel Bernd Kinze, Umweltbiologe, aus Aschaffenburg. Er beschäftigt sich seit Jahren mit Strahlung - und dem Schutz davor. Ob Mobilfunk krank mache oder nicht - diese Frage will und kann er nicht endgültig entscheiden.

"Hausgemachter" Elektro-Smog nicht zu unterschätzen 

Wohl aber wundert er sich darüber, dass viele Menschen ihn aus Panik und Angst vor der Mobilfunkantenne vor der Haustür rufen, er dann aber im Innern des Hauses viel mehr bedenkliche Strahlen-Quellen entdeckt: Der "hausgemachte" Elektro-Smog mit unzähligen Geräten im Schlafzimmer oder gefährlich offenen Leitungen sei in jedem Fall ein viel höheres Risiko - werde aber nicht so bedrohlich wahrgenommen, wie die mächtige Mobilfunkanlage auf dem Nachbardach.

Manche vermeintlich schutz bietende Produkte sind Unfug 

Völlig verkennen würden viele in ihrer Angst den Unfug, den manche Scharlatane anbieten: Abschirmmatratzen und Anti-Strahlenboxen, in denen letztlich normaler Schaumstoff oder nutzloser Sand steckt - Kinze deckt auf, wie mit der Strahlenangst der Menschen auch Geschäfte gemacht werden. "Dann muss man die Menschen nicht vor Mobilfunkstrahlen, sondern vor miesen Tricks schützen!"

Kommentieren Sie diesen Eintrag!
HTML und sonstiger Code wird automatisch gelöscht - desweiteren wird der Text nach 4000 Zeichen abgeschnitten. Einfache Zeilenumbrüche werden dargestellt!
Um Beiträge zu schreiben, bitte hier anmelden!

© Umweltschutz-NEWS.de - Eine Seite des UmweltschutzWeb.de-Netzwerks

startseite