60 Hamburger Kitas wollen Zukunft gestalten lernen

11.01.2009 - Quelle/Text: Sonstiges/Eigenes Material

Mit den Unterstützungsangeboten von KITA21 erfahren Erzieherinnen und Erzieher, wie sie Kinder spielerisch an einen nachhaltigen Lebensstil heranführen und ihre Kompetenzen für die Mitgestaltung unserer Zukunft fördern können.

Kinder mischen mit
KITA21 unterstützt Bildungsprojekte in Einrichtungen des Elementarbereichs, die Handlungs- und Gestaltungskompetenzen von Kindern fördern.

Die Initiative trifft bei den Hamburger Kindertagesstätten auf großes Interesse. Für eine Teilnahme am Modellprojekt in 2009 haben sich 60 Einrichtungen angemeldet. „Diese Resonanz übertrifft unsere Erwartungen“, erklärt Ralf Thielebein-Pohl, Geschäftsführer der S.O.F. Save Our Future Umweltstiftung, „Wir freuen uns, dass so viele Kitas nachhaltige Entwicklung zu ihrem Thema machen möchten!“.

Bei einigen Trägern ist das Projekt besonders gut angekommen, so nehmen beispielsweise alle Einrichtungen der Rudolf-Ballin-Stiftung und des Studierendenwerks Hamburg an KITA21 teil.

Ulrike Muß, Bereichsleitung Kindertagesstätten der Rudolf-Ballin-Stiftung, erläutert ihre Motivation: „Wir möchten frühzeitig und gemeinsam mit den Kindern Bildungsprojekte planen und umsetzen, die zur nachhaltigen Entwicklung unserer Lebenswelt beitragen. Deshalb nehmen all unsere 14 Kindertageseinrichtungen an KITA21 teil.“ Die Liste aller Einrichtungen, die sich als Zukunftsgestalter engagieren wollen, ist auf www.kita21.de zu finden.

Unterstuetzung fuer Erzieherinnen und Erzieher

KITA21 unterstützt Erzieherinnen und Erzieher bei der Gestaltung und Durchführung von Bildungsprojekten, bei denen Kinder sich mit alltäglichen Dingen wie Wasser, Energie oder Konsum spielerisch auseinandersetzen und dabei erfahren, dass ihr Handeln von Bedeutung ist.

Die Unterstützungsangebote umfassen Grundlagenworkshops zur Methodik der „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ (BNE), individuelle Beratung, Fördermittel sowie die Vermittlung von Praxishilfen und Bildungspartnern.

Nach erfolgreichem Abschluss eines Bildungsprojekts zeichnet eine Jury die Einrichtungen offiziell für ihr Engagement zur nachhaltigen Entwicklung als „KITA21“ aus.

Nachhaltigkeit frueh verankern

Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein Bildungsansatz, dem nicht nur die UNESCO mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, sondern auch die Stadt Hamburg mit der Senatsinitiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ Nachdruck verleiht. Anja Hajduk, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, betont die gesellschaftliche Bedeutung des Modellprojekts. "KITA21 bietet die Chance, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit besser als bisher in Kindertagesstätten und Vorschulen verankert und darüber hinaus auch in ihrem Umfeld wirksam wird", so die Politikerin.

Die Pilotphase des Modellprojekts beschränkt sich zunächst auf den Großraum Hamburg. Die S.O.F. sieht vor, das Unterstützungs- und Auszeichnungsverfahren ab 2010 jährlich durchzuführen und es dann auch auf andere Bundesländer zu übertragen.

Weitere Informationen:
KITA21 - Die Zukunftsgestalter
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