Seit 35 Jahren: Washingtoner Artenschutzübereinkommen

14.03.2008 - Quelle/Text: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen feiert Geburtstag: Vor 35 Jahren, am 3. März 1973 wurde das Abeinkommen geschlossen, um der zunehmenden Bedrohung der Pflanzen- und Tierwelt durch den inter­nationalen Handel zu begegnen. Seitdem hat es sich zu einem der effektivsten Instrumente im Kampf gegen den Artenschwund entwickelt. Mittlerweile sind dem Abkommen 171 Staaten beigetreten.

Elefanten
Die prominenteste geschütze Tierart nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES: Elefanten

Deutschland ist das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, englisch CITES) bereits seit dem 20. Juni 1976 in Kraft. Deutschland hat seit seinem Beitritt eine Vielzahl von grundlegenden Entscheidungen zum Schutz bedrohter Arten vorbereitet, etwa zum Schutz gefleckter Raubkatzen, Süßwasserschildkröten, einiger Tropenholz- und Heilpflanzenarten oder der Störe, die durch den Kaviarhandel bedroht sind.

Erfassung nicht nur seltener Arten wichtig

Entscheidend für die künftige Wirksamkeit des Übereinkommens ist, dass der Artenschutz nicht nur bereits seltene Arten erfasst, sondern auch in den verschiedenen wirtschaftlichen Handelssektoren stärker verankert wird.

Auf der letzten Artenschutzkonferenz im Juni 2007 in Den Haag wurde deshalb auf Initiative der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ein verbindlicher Aktionsplan für den Handel mit drei südamerikanischen Hölzern, darunter das häufig gehandelte tropische Zedernholz, vereinbart. Die Ursprungsländer verpflichten sich, die Bestände der Baumarten detailliert zu erfassen und Handelsdaten vorzulegen. Auf der nächsten Vertragsstaatenkonferenz sollen Maßnahmen zum Erhalt und naturverträglichen Nutzung dieser Hölzer beschlossen werden.

Ferner wurde der europäische Aal in Anhang II aufgenommen mit dem Ziel, den bestandsbedrohenden Export von Glasaalen in asiatische Länder zu begrenzen.

Schutz für 48.000 Arten

Raubkatze
Auch geschützt: Raubkatzen

Durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen werden heute rund 8.000 Tier- und 40.000 Pflanzenarten geschützt.

Das Übereinkommen enthält drei Anhänge, in denen die gefährdeten Arten nach dem Grad ihrer Schutzbedürftigkeit gestaffelt aufgelistet sind. In jeder Kategorie gelten unterschiedliche Handelsbeschränkungen. Für Arten des Anhangs I gilt ein weitgehendes Handelsverbot, während Arten der Anhänge II und III unter bestimmten Bedingungen mit den entsprechenden Genehmigungen gehandelt werden dürfen.

In der Europäischen Gemeinschaft wird das Abkommen einheitlich umgesetzt.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheut
Bundesamt für Naturschutz
Informationen über das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES:
CITES
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